Burgpark Berum

Das barocke Tor der Burg Berum öffnet den Blick zu einem kleinen Wandelgarten in englischer Manier. Es geht über Wallanlagen und Gräben, Reste der befestigten Wasserburg und die Spuren eines alten Schlosshofs. Kleine Stege führen vorbei an Bächen, Teichen und uralten Bäumen, quer durch den Obstgarten. Verschiedene Gartenelemente sind in dem Cottage Garden und Landschaftspark versammelt. Im ehemaligen Gefängnishof des preußischen Amtes Berum hat Margit Gerlind von Oppeln Bronikowski (*1941- +2019) einen sehr persönlichen Kräutergarten angelegt. In diesem Mauergarten entdecken wir in den formalen, buchsgefassten Beeten Kräuter, Stauden, Rosen und einige exotische Gehölze.

Öffnungszeiten – Besichtigung

Führungen und Besichtigungen nach telefonischer AnmeldungTelefon: 04931 / 7755Adresse:Burg BerumBurgstraße 126524 Hage – Berum

Die Geschichte der Burg

Wann genau der Bau der Burg begann, ist unklar. Erste urkundliche Hinweise datieren die Häuptlingsburg auf das Jahr 1310. Im Jahre 1591 wurde der Ausbau der Burg Berum durch Edzard II. zu einem prächtigen Wasserschloss im Renaissance-Stil mit dem Errichten der Turmspitze abgeschlossen. Nach seinem Tod fügte seine Witwe Katharina, die Tochter des schwedischen Königs Gustav Wasa, dem Schloss einige Erweiterungsbauten hinzu, unter anderem auch eine Kapelle. Fortan galt das Schloss als Witwensitz der Familie. Unter Christine Charlotte, die als Grafen-Witwe von 1690 bis 1699 hier lebte, kam es in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu erneuten Umbaumaßnahmen, in deren Folge die Burg Berum zu einem der prächtigsten fürstlichen Schlösser wurde. Nach dem Tod Carl Edzards fiel die Burg im Jahre 1744 an in den Besitz des preußischen Königs Friedrich II. (der ausserhalb von Ostfriesland auch gelegentlich der Grosse genannt wird) Dieser hatte keine Verwendung für den Witwensitz. So verfiel das vierflügelige Schloss mit schwerem, rechteckigem Turm an der Nordwestecke immer mehr. Der Großteil wurde 1764 abgebrochen und das kostbare Inventar versteigert. Erhalten blieben die Vorburg, ein lang gestreckter, an die Wehrmauer gebauter Backsteinbau mit ehemaligem Torturm und die barocke Tordurchfahrt. Die Vorburg diente nach dem Abbruch des Schlosses als Sitz des Amtes Berum. Bis zum Jahr 1932 blieb die Burg Verwaltungssitz. Anschließend kaufte die Familie zu Inn- und Knyphausen das Anwesen als Alterswohnsitz der Fürstin Theda. 1970 erwarb die ursprünglich aus der Lausitz stammenden Familie von Oppeln-Bronikowski die Burg und bewohnt diese bis heute.

Wikipedia – Burg Berum